THERAPEUTISCHE
SCHÜLERINNENGRUPPEN
DER STADT SAARBRÜCKEN
Träger:
Landeshauptstadt
Saarbrücken
Amt für
Kinder und Jugendliche
Richard-Wagner-Str.
52-56
nähere
Informationen: Karin Moro, Tel: 0681/905-4241
oder direkt
bei den Schülergruppen; Adressen siehe unten
Therapeutische
SchülerInnengruppe Altenkessel
Barbara-Schule
66126 Saarbrücken-Altenkessel
Telefon
(06898) 87 06 77
Info: Frau
Heinz, Herr Haller
Therapeutische
SchülerInnengruppe
Am Ordensgut
Jugendhilfezentrum
66117 Saarbrücken
Telefon
(0681) 5 84 82 92
Info: Herr
Christmann
Therapeutische
SchülerInnengruppe Folsterhöhe
Mockenhübel
6
66117 Saarbrücken
Telefon
(0681) 5 82 588
Info: Frau
Konara, Frau Marek
Gemäß
den Richtlinien des Stadtverbandes
SB sind Therapeutische SchülerInnengruppen Jugendhilfemaßnahmen
nach § 13 KJHG an der Schnittstelle Jugendhilfe – Schule
– Elternhaus. Aufgabe der TAGs ist es, Fördermöglichkeiten
anzubieten, die soziale Benachteiligungen und individuelle Beeinträchtigungen
ausgleichen bzw. überwinden im Sinne eines gemeinwesenorientierten
Jugendhilfeangebotes, das präventiv und verändernd im gesellschaftlichen,
familiären und schulischen Umfeld der Kinder wirkt.
Ziel:
Therapeutische
SchülerInnengruppen haben das Ziel
- bei Kindern
mit Störungsbildern, in denen eine schulbezogene Problematik
mit allgemeinen Verhaltensstörungen einhergeht, schulisches Versagen
zu korrigieren und
- Maßnahmen
der Hilfen zur Erziehung zu vermeiden.
Zielgruppe:
Zielgruppe sind
SchülerInnen der Grundschulen (vorwiegend in sozialen Brennpunkten),
bei denen Lern- und Arbeitsstörungen sowie Teilleistungsstörungen,
z.B. Lese-Rechtschreibschwäche mit Verhaltensproblemen wie
- Konzentrationsstörungen,
Hyperaktivität, Hypermotorik oder
- Kontaktarmut,
Depressivität, aggressiver Disposition und Autoaggression korrespondieren.
Arbeitsschwerpunkte:
- planvolle, zielgerichtete
unterstützende Interventionen z.B. systematisches Lese-Rechtschreibtraining
mit therapeutischen Komponenten
- Aufarbeitung
von Verhaltensproblemen im Gruppenkontext
- Elternarbeit
in eher beratendem statt im familientherapeutischen Kontext
- Einbindung der
Arbeit in das soziale Umfeld des Kindes (Schule, Elternhaus, andere
soziale Einrichtungen der Gemeinden, Vereine,...)
Schülergruppenkonferenz
und Fördervertrag:
Über die
Aufnahme und Ausgliederung von Kindern wird in der Schülergruppenkonferenz
entschieden. Die Hilfe kann nur gewährt werden, wenn Personensorgeberechtigte,
Jugendamt und Träger der Einrichtung zustimmen. Zwischen ihnen
wird ein Fördervertrag geschlossen. In ihm werden Dauer der Hilfe,
Ziele der Hilfe sowie die Verpflichtung der einzelnen Beteiligten
festgehalten. Die daraus resultierenden Förderpläne werden
regelmäßig überprüft und fortgeschrieben, bzw.
korrigiert.
Kooperation mit
der Schule:
Die Schule ist
über die Schülergruppenkonferenz in die Arbeit mit eingebunden.
Die Förderpläne werden mit den jeweiligen Klassenlehrern
besprochen. Es findet ein regelmäßiger Austausch über
die Entwicklung der Kinder statt. Die SchülerInnengruppen beteiligen
sich mit eigenen Angeboten an Veranstaltungen der Schule.
Gruppenstruktur
und Zeitrahmen:
Eine Therapeutische
SchülerInnengruppe besteht aus 12 Kindern und 2 pädagogischen
Fachkräften (1 Sozialpädagoge, Lehrer oder Psychologe und
1 ErzieherIn). Das Betreuungsangebot umfasst montags bis freitags
je 4 Stunden am Nachmittag. Es ist in 3 Bereiche gegliedert:
- Hausaufgabenbetreuung
- Förderbereich
mit therapeutischer Komponente
- Freizeitpädagogische
Angebote
Die Einzelbereiche
sind aufeinander abgestimmt. Es wird ein Wochenplan erarbeitet.
Zu den Aufgaben
der Fachkräfte gehören Vorbereitungen, Verwaltungstätigkeiten,
Elterngespräche, Dienstbesprechungen, Supervision und Zusammenarbeit
mit Schule und anderen Einrichtungen im Stadtteil im Umfang
von je 10 Stunden pro Woche.
Aufgabe des Trägers
ist es unter anderem,
- die Fortbildung
der Mitarbeiter sicherzustellen und
- regelmäßige
Supervision zu ermöglichen.
|